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Infos


Was ist Medizinalcannabis?

Unter dem Begriff „Medizinalcannabis“ werden Cannabisblüten und -extrakte, sowie andere Medikamente, welche aus Bestandteilen der Cannabispflanze hergestellt werden, zusammengefasst. Die Blüten enthalten neben THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) über 600 weitere Inhaltsstoffe wie Terpene und Flavonoide. Weitere Informationen zum Thema Meizinalcannabis finden Sie auf www.cannamedizin.de.

Medizinische Verwendung von Cannabis

Die Hauptwirkstoffe (THC und CBD) von Cannabis wirken über CB1- und CB2-Rezeptoren des körpereigenen Endocannabinoidsystems (ECS) und modulieren damit die Ausschüttung mehrere Neurotransmitter, wodurch ein Einfluss auf eine Reihe biologischer/physiologischer Prozesse haben. Beispielsweise werden Schmerzempfinden, Appetit, Verdauung, Motorik, Muskeltonus, das Immunsystem und die Neurogenese beeinflusst. Hieraus ergibt sich wiederum ein breites Spektrum potentieller Indikationen für Cannabinoid-basierte Arzneimittel.

Die rechtliche Lage

Im März 2017 ist das „Cannabis-Gesetz“ (Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften) in Kraft getreten. Es regelt den medizinisch-therapeutischen Einsatz von Cannabisblüten, -extrakten und -Arzneimitteln. Somit bietet sich eine gesetzlich gewollte Therapiealternative für Patienten. Cannabisblüten/-extrakte sind nun verschreibungsfähige Betäubungsmittel nach BtM-Gesetz (Anlage III) und können damit von jedem niedergelassenen Humanmediziner auf BtM-Rezept verordnet werden. Eine eventuelle Kostenübernahme der Krankenkasse ist vor Therapiebeginn zu klären. Gesetzlich versicherte Patienten müssen ein definiertes Genehmigungsverfahren durchlaufen. Für Privatversicherte ist das Verfahren meist weniger aufwendig. Selbstzahler müssen kein spezielles Verfahren durchlaufen.

Patiententypen

Grundsätzlich können Patienten jedes Alters mit Cannabis-basierten Arzneimitteln behandelt werden. Selbstverständlich gibt es für bestimmte Patientengruppen besonders geeignete Anwendungsformen – gerne beraten wir Sie zu diesem Thema. Auch in der Versorgung älterer Patienten (Geriatrie) wird Cannabis aufgrund seiner guten Verträglichkeit zunehmende häufiger eingesetzt.

Cannabissorten

Zurzeit handelt es sich bei allen erhältlichen Cannabissorten in Deutschland um Importe (vorwiegend aus Kanada und den Niederlanden). Ab Ende 2020 ist eine Versorgung mit in Deutschland hergestelltem Cannabis geplant. Nach der entsprechenden Gesetzesänderung haben Patienten nun Anspruch (bei vorliegender Indikation) auf Versorgung mit Cannabis in Form von getrockneten Blüten
oder Extrakten in standardisierter Arzneibuch-Qualität. Zu den in der Praxis am häufigsten verschriebenen Cannabis-Sorten gehören z.B. „Pedanios 22/1“ oder „Pedanios 20/1“ von Aurora oder „Bedrocan“ von Berocan.

Kann ich Cannabis reservieren?

Auch ohne Vorlage eines BtM-Rezeptes können wir für Sie Ihr Cannabis-Arzneimittel reservieren. Beachten Sie bitte die Gültigkeitsdauer von BtM-Rezepten („7+1 Tage“ – siehe FAQ). Im Laufe der
Gültigkeitsdauer muss Ihr BtM-Rezept unsere Apotheke erreichen, damit wir sie gesetzeskonform beliefern können. Auf dem Rezept muss die explizite Cannabis-Sorte inkl. exakter Dosierung angegeben werden. Auch bei formalen Fragen beraten wir Sie gerne.